ABOUT

TRANSFLEISCH experimentiert an den Grenzen der akustischen und visuellen Wahrnehmung. Wie funktionieren Bewusstsein und die Erfahrung von Realität? Ergeben sich durch die veränderten Lebenswelten, wie die virtuellen Welten, neue Narrationsformen? In TRANSFLEISCH treffen Simulation und Realität aufeinander – (wie) lassen sie sich voneinander unterscheiden?

BESETZUNG

Ensemble electronic ID:

Sarah Heemann – Flöten
Tobias Gubesch – Klarinetten
Matthias Schuller – Posaune
Felix Knoblauch – Klavier / Synthesizer
Anna Neubert – Violine
Pauline Buss – Viola
Rebekka Stephan – Violoncello

Kai Hufnagel – Sprecher
Sergej Maingardt – Klangregie

Neues Werk von Pablo Garretón für Ensemble, Live-Elektronik, 4-Kanal-Audio und Multi-Screen-Installation

ABOUT

Entstehen soll eine digitale Konzert-Suite, die die Online-Projekte als Suite vereint und intermedial aufbereitet auf die Bühne bringt. Den Kompositionsauftrag hat Pablo Garretón erhalten.

BESETZUNG

Sarah Heemann – Flöten
Raik Weidemann – Saxophon
Matthias Schuller – Posaune
Felix Knoblauch – Klavier / Synthesizer
Anna Neubert – Violine
Pauline Buss – Viola
Rebekka Stephan – Violoncello

Pablo Garretón – Klangregie

ABOUT

TRANSFLEISCH experimentiert an den Grenzen der akustischen und visuellen Wahrnehmung. Wie funktionieren Bewusstsein und die Erfahrung von Realität? Ergeben sich durch die veränderten Lebenswelten, wie die virtuellen Welten, neue Narrationsformen? In TRANSFLEISCH treffen Simulation und Realität aufeinander – (wie) lassen sie sich voneinander unterscheiden?

BESETZUNG

Ensemble electronic ID:

Sarah Heemann – Flöten
Tobias Gubesch – Klarinetten
Matthias Schuller – Posaune
Felix Knoblauch – Klavier / Synthesizer
Anna Neubert – Violine
Pauline Buss – Viola
Rebekka Stephan – Violoncello

Kai Hufnagel – Sprecher
Sergej Maingardt – Klangregie

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TRANSFLEISCH experimentiert an den Grenzen der akustischen und visuellen Wahrnehmung. Wie funktionieren Bewusstsein und die Erfahrung von Realität? Ergeben sich durch die veränderten Lebenswelten, wie die virtuellen Welten, neue Narrationsformen? In TRANSFLEISCH treffen Simulation und Realität aufeinander – (wie) lassen sie sich voneinander unterscheiden?

Kulturstadt Leverkusen

BESETZUNG

Ensemble electronic ID:

Sarah Heemann – Flöten
Tobias Gubesch – Klarinetten
Matthias Schuller – Posaune
Felix Knoblauch – Klavier / Synthesizer
Anna Neubert – Violine
Pauline Buss – Viola
Rebekka Stephan – Violoncello

Kai Hufnagel – Sprecher
Sergej Maingardt – Klangregie

Wahrnehmung, Bewusstsein und simulierte Wirklichkeit

TRANSFLEISCH greift wissenschaftliche Erkenntnisse und philosophische Diskurse zum Thema Wahrnehmung und Bewusstsein auf und übersetzt sie in eine zeitgenössische Ästhetik. Ausgangspunkt des Textes von Rosi Ulrich ist Thomas Metzingers Theorie, „die besagt, dass der Inhalt des Bewusstseins der Inhalt einer simulierten Wirklichkeit in unserem Gehirn ist und dass das Gefühl des Daseins selbst ein Teil dieser Simulation ist.“ (aus: Der Ego-Tunnel).

Jede Theorie, die einen Fortschritt darstellt, wird anfänglich kontraintuitiv sein müssen.

Daniel C. Dennet, The Intentional Stance (1978)

Grenzen von akustischer und visueller Wahrnehmung

Die Musiktheater-Performance TRANSFLEISCH experimentiert an den Grenzen der akustischen und visuellen Wahrnehmung. Wie funktionieren Bewusstsein und die Erfahrung von Realität? Ergeben sich durch die veränderten Lebenswelten, wie die virtuellen Welten, neue Narrationsformen? Beeinflussen neuere Theorien über das Bewusstsein als Simulation von Realität unsere Wahrnehmung? In TRANSFLEISCH treffen Simulation und Realität aufeinander – (wie) lassen sie sich voneinander unterscheiden?

“Die bewusste Erfahrung, ein Subjekt zu sein, entsteht, wenn ein einzelner Organismus lernt, sich selbst zu versklaven..”

Thomas Metzinger, The Ego Tunnel: The Science of the Mind and the Myth of the Self

TRANSFLEISCH 2013, 2019 und 2021

TRANSFLEISCH wurde 2013 von Sergej Maingardt (Komposition) und Rosi Ulrich (Text) als rein elektronisches Stück für Schauspieler konzipiert. 2019 konnte electronic ID einen Kompositionsauftrag vergeben, in dessen Rahmen ein Auszug des Werks für verstärktes Ensemble, Video und Schauspieler entstand.

Abendfüllendes Musiktheater

An den Erfolg des Experiments von 2019 anknüpfend, vergab electronic ID in 2021 – nicht zuletzt dank der großzügigen Unterstützung der Kunststiftung NRW – einen Kompositionsauftrag an Sergej Maingardt, der die Entstehung des abendfüllenden Musiktheaters TRANSFLEISCH für Ensemble ermöglichte. Das Stück erlebte seine Radiopremiere im Rahmen des “Forum neuer Musik 2021” im Deutschlandfunk.

Forum neuer Musik 2021

Sergej Maingardt

*1981, Kasachstan. Hineingeboren in die Ära der Digitalisierung versteht er Musik als wichtige Zeitkunst, um die rasante globale Veränderung der Welt zu reflektieren. Seine Arbeit als Komponist wird von modernen Technologien beeinflusst, sowie von der Art und Weise wie diese die menschliche Wahrnehmung verändern – was er wiederum künstlerisch multimedial reflektiert. Maingardt studierte elektronische Komposition in Köln sowie Medien und Kulturanalyse in Düsseldorf.

Rosi Ulrich

Als Dramaturgin und Autorin für Theater und Hörspiel interessiert sie vor allem die gegenwärtige Gesellschaft in ihren Transformationsprozessen. Sie entwickelt Konzepte und Thateradaptionen für ortsspezifische und dokumentarische Stücke. 1996–2000 war sie Co-Leiterin des Trash Theaters in Köln. 2001 gründete sie das theater-51grad, das 2019 mit Andrea Bleikamp und dem wehrtheater zum WEHR51 fusionierte.

Joanna Bailie – Artificial Environments No. 1-5

Joanna Bailies Artificial Environments Nr. 1-5 sind ein komponierter Museumsgang, der seinen künstlerischen Ursprung in unserer klingenden Umwelt findet. In diesem Sinne versteht sich das Stück als Kontextualisierungszyklus musikalischer Prozesse durch Erklärung. Um diese Welt zu verstehen, muss man sich einlassen auf eine Klangwelt, in der Verarbeitungsprozesse und Verständnisversuche zur zweiten Natur werden: „Processing the process becomes second nature“.

„Die Komposition selbst ist der Akt der Auswahl und Gestaltung von Aufnahmen, die Suche nach einer Dramaturgie innerhalb dieser Aufnahmen und die Suche nach einem Weg, wie das Live-Ensemble mit dem Tonbandteil in Verbindung treten kann.“

Joanna Bailie

Sergej Maingardt – TRANSFLEISCH

TRANSFLEISCH experimentiert an den Grenzen der akustischen und visuellen Wahrnehmung. Wie funktionieren Bewusstsein und die Erfahrung von Realität? Ergeben sich durch die veränderten Lebenswelten, wie die virtuellen Welten, neue Narrationsformen? In TRANSFLEISCH treffen Simulation und Realität aufeinander – (wie) lassen sie sich voneinander unterscheiden?

“Die bewusste Erfahrung, ein Subjekt zu sein, entsteht, wenn ein einzelner Organismus lernt, sich selbst zu versklaven..”

Thomas Metzinger, The Ego Tunnel: The Science of the Mind and the Myth of the Self

Pablo Garretón – Proteus Reflexions

Die “Proteus Reflexions” sind nach dem AchtBrücken-Kompositionswettbewerb als Auftrag des Ensembles electronic ID entstanden. Im Kontext des artificial-ID-Programms wurde das Stück 2019 uraufgeführt.

Joanna Bailie

Die britische Komponistin Joanna Bailie wurde 1973 in London geboren und lebt heute in Berlin. Sie studierte Komposition bei Richard Barrett und elektronische Musik am Institute of Sonology, Royal Conservatoire of The Hague. 1999 erhielt sie ein Stipendium für ein Studium an der Columbia University. 2018 schloss sie ihre Promotion an der University of London ab.

Über Joanna Bailie; Quelle: https://joannabailie.com/about/

Sergej Maingardt

 *1981, Kasachstan. Hineingeboren in die Ära der Digitalisierung versteht er Musik als wichtige Zeitkunst, um die rasante globale Veränderung der Welt zu reflektieren. Seine Arbeit als Komponist wird von modernen Technologien beeinflusst, sowie von der Art und Weise wie diese die menschliche Wahrnehmung verändern – was er wiederum künstlerisch multimedial reflektiert. Maingardt studierte elektronische Komposition in Köln sowie Medien und Kulturanalyse in Düsseldorf.

Mehr zu Sergej Maingardt: www.maingardt.de

Pablo Garretón

Pablo Garretón konzentriert sich in seinen Arbeiten auf instrumentale und elektroakustische Musik sowie auf Installationen, Multimedia-Performance und analoge Synthesizer. Sein Interesse an kritischen Perspektiven auf neue Technologien haben Stücke wie seine transmediale Videoinstallation “Re-cognize me 2.0” hervorgebracht. Dieses Stück für Tanz und Live-Video arbeitet unter anderem mit Gesichterkennungssystemen. 

Mehr zu Pablo Garretón: https://www.instagram.com/pablogarreton/?hl=de

Michael Beil: „Die Zwei“ (2004), nach Beethoven op. 135/3

“Die Zwei” bereitet aus der Basis des op. 135/3 von Beethoven mit Mitteln der Überlagerung und elektronischer Anreicherung ein Geflecht aus klanglicher und visueller Verfremdung, bei dem die Liveperformance mit den vorproduzierten Inhalten verschwimmt.

Christopher Cerrone: „On Being Wrong“ (2015) for cello and electronics (backing tracks created by Ashley Bathgate)

“On being wrong” war Teil eines Auftrages, in dem sich Komponisten mit den berühmten Cello-Suiten von Bach auseinandersetzen sollten. Das Ergebnis ist eine alte Form der Kompositionstechnik im zeitgenössischen Gewand.

Dawid Liftinger: Klang-Lichtperformance

In seiner Arbeit erforscht Liftinger sensorische und synästhetische Zustände mit Hilfe von (selbstgebauter) Elektronik und nutzt die wesentlichen Eigenschaften von Licht und Klang in Installationen und Performances. Das zweidimensionale Bild wird in den Raum gebracht.

“On a visual level, I experiment with flicker or with full colors, with simple shapes and clear movements. The sound in my work is often characterized by noise, deep bass and drastic highs. I combine these elements and play with subjective and cognitive perception.”

Dawid Liftinger

Christopher Cerrone: „Hoyt-Schermerhorn“ (2010) for piano and live electronics

Der Komponist beschreibt das Stück: “Hoyt-Schermerhorn ist eine Hommage an die New Yorker Nachtlandschaft. Benannt nach einer U-Bahn-Station in Brooklyn, an der ich schon so manche Nacht beim Warten auf den Zug verbracht habe, erkundet das Stück die unzähligen und widersprüchlichen Gefühle, die mich oft spät nachts in meiner Wahlheimatstadt überkommen – Nostalgie, Angst, Freude, Panik.”

Adam Scime: „Corona“ (2011) for flute, cello and playback

Ein Stück für Flöte, Cello und Elektronik, im Jahr 2011 inspiriert durch das Phänomen der Corona, einem Plasmaring, der unter besonderen Umständen einen Planeten umgeben kann (bevor die andere “Corona” die Welt beschäftigte).

Christopher Cerrone: „Liminal Highway“ (2016) for flute and electronics

Liminal Highway funktioniert über elektroakustische Delays und Hall. Die Interpretin spielt eine Reihe von voraufgenommenen Samples, die sich nahtlos in die Live-Performance einfügen. Darüber hinaus wird die Flöte durch einige elektronische Bearbeitungen geleitet, wodurch sich eine nahezu symphonische Vielfalt der akustischen Entwicklungen zeigt.

Michael Beil

Michael Beil studierte in Stuttgart Klavier, Musiktheorie und Komposition. Ab 1996  unterrichtete er in Berlin Musiktheorie und Komposition als Leiter der Abteilungen für Neue Musik und Studienvorbereitung an den Musikschulen in Kreuzberg und Neukölln. Michael Beil ist Professor für elektronische Komposition an der HfMT Köln. Michael Beil verbindet seine Werke über die Musik hinaus mit anderen audiovisuellen Medien.

Quelle: https://www.reihe-m.de/?p=970

Christopher Cerrone

Christopher Cerrone (*1984, Huntington, NY) ist ein Komponist von dramatischer, orchestraler, kammermusikalischer und elektronischer Musik. Er wird als „aufsteigender Stern“ (The New Yorker) und „gefährlich talentiert“ (The New Haven Advocate) bezeichnet. Die New York Times beschrieb Cerrones Musik als „gekonnt und sparsam“ und als „Höhepunkt des Programms“. Cerrone ist Gründungsmitglied und ko-künstlerischer Leiter von Red Light New Music und gehört dem Komponistenkollektiv Sleeping Giant an.

 Quelle (engl.): https://www.eamdc.com/psny/composers/christopher-cerrone/biography/

Adam Scime

Der in Toronto lebende junge Komponist und Performer Adam Scime wurde als „fantastischer Erfolg“ (CBC) und „Erstaunlich, das musikalische Ergebnis war bemerkenswert“ (icareifyoulisten.com) gelobt. Adams Arbeit ist weithin bekannt für seine koloristischen Erkundungen und innovativen klanglichen Experimente. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der CMC Toronto Emerging Composer Award 2015, der Socan Young Composer Competition, der Karen Keiser Prize in Canadian Music, der Esprit Young Composer Competition und der erste Preis beim Land’s End Composer Competition 2018.

Quelle (engl.): https://www.adamscime.com/about